SumpfNews Gießen Reiseführer für urbane und digitale Kultur -:- Mai 2010 -:- Liebe SumpfNews-LeserInnen, zum Frühlingserwachen in Gießen gehört auch die alljährliche lebhafte Diskussion über Sinn und Unsinn von Objekten im öffentlichen Raum. Dieses Jahr überfallen Dinosaurier die Stadt. Rund 60 der posierlichen Tierchen haben Heuschrecken gleich Plätze im Innenstadtbereich besetzt und verdauen in aller Ruhe monetäre Mittel der Stadt. Es stellt sich die Frage, warum die Dinos zu einem Zeitpunkt nach Gießen kommen, wo ungestörtes Flanieren durch die Fußgängerzone ohne Behinderung durch Großbaustellen nicht möglich ist. Aber vielleicht liegt hier ja auch der hintergründige Sinn dieser Aktion; unsere Zeitmaßstäbe zu verrücken, uns deutlich zu machen, wie winzig ein Zeitraum von 2 Jahren in der Geschichte unseres Planeten ist. Vielleicht steht im nächsten Jahr auf dem Kirchplatz ein Modell der ehemaligen Fußgänger-Unterführung zu den Gleisen des Bahnhofs und erinnert uns wieder an die Vergangenheit. Derweilen wacht die Dino-Patrouille jeweils im Doppelpack darüber, dass den Urviechern kein Leid angetan wird (Dinosaurier bitte nicht besteigen oder beschädigen. Eltern haften für ihre Kinder). Herzliche Grüße
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Ausstellung Für seine Installation im Neuen Kunstverein Gießen verwendet Armin Hartenstein (* 1968, lebt in Düsseldorf) kleine Bildobjekte aus der Serie „mes amis de Emmanuel Bove“. Nicht nur die kleinen Tafeln, sondern auch die subtil veränderte Farbigkeit des Ausstellungsraumes begünstigen einen konzentrierten Blick in die scheinbare Tiefe der Miniaturen. Fundstücke unterschiedlichster Herkunft wurden montiert und mit unterschiedlichen Malmitteln bearbeitet. So entstanden zerklüftete Gebirgsketten und abgründige Landschaftsutopien, die sich trotz ihrer Kleinheit auf den ganzen Raum beziehen und die Frage nach der „Wirklichkeit des Bildes“ formulieren, indem sie sich als Teil der Realität behaupten.
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Ausstellung Back to the roots? Marcus Oehlen wird oft im Kontext von Punk und den Neuen Wilden der Achtziger Jahre genannt. Die in den letzten Jahren entstandenen Objekte in der aktuellen Ausstellung "Radieschen & Erdnuss" gehen in ihren Bezügen aber weiter zurück. Psychedelic, Op Art und Hippiekultur kennzeichnen die mit bunten Schnüren umspannten Objekte. Allein dem "Oldie", dem 1984 erschaffenen "Pferd" bleibt es vorbehalten, den Zeitgeist der Achtziger zu vertreten. Die damaligen Gegensätze und Unvereinbarkeiten von Hippies und Punk sind dem 1975 geborenen Tim Berresheim sicherlich gleichgültig. Er wirft die Codes der Vergangenheit in einen Topf und versucht mittels digitaler Methoden "alte" Techniken an die Grenzen ihrer Umsetzbarkeit zu bringen. Die 2 x 3 Meter großen Siebdrucke der Serie „Wishing Radish (Silkscreen)“ visualisieren Loops und Algorithmen gleichermaßen wie Chaos und Freestyle, und bestechen durch hochaufgelöste High-End-Qualitäten.
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Ausstellung Eröffnung 7.5. -:- 17 Uhr |
Ausstellung welt_fremd
Foto: Ausschnitt aus einem Werk von Daniel Horvat (Ausstellung F Ä S C H T M E E N J Ä K im April im Atelierhaus Trafo)
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Konzert / Video / Tanz >*WANDLUNG R1*<
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Ausstellung Eröffnung So. 9.5. -:- 11 Uhr |
Ausstellung Ausserdem im Kellergewölbe:
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Ausstellung
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Ausstellung
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Film Filmreihe Neuer Kunstverein zeigt: Zeitgenössische Musik & Film 360 degrees of 60x60 presents the 60x60 International Mix. |
Konzert Mit The Calorifer Is Very Hot, Phoebe Kreutz, Casey Holford und Wave Pictures
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Konzert Jan-Filip Tupa, Violoncello / Peter Geisselbrecht, Klavier |
Konzert |
Konzert US-Punkrock-Legende aus den frühen Achtzigern, aus dem Umfeld Black Flag, Minutemen ... |
Konzert Wegmarken der Akusmatik
Jeden vorletzten Donnerstag im Monat um 21 Uhr wird auf einer 6-Kanal-Anlage zeitgenössische, experimentelle elektronische Musik vorgestellt. Bernd Leukert, Michael Rebhahn (Musikwissenschaftler und Publizisten) und Hannes Seidl (Komponist und Laptop Performer) spielen experimentelle Musik von den Anfängen bis heute. Der Eintritt ist frei. Vor und nach den Konzerten ist die Acousmainbar geöffnet und lädt zum Diskutieren und Vertiefen des Gehörten ein.
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Clubbing LIVE
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Lesung Heinz-Lothar Worm
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Literatur Freie Bühne mit Pult für Vor Lesende im gelben HAUS mit blauer TÜR. |
Theater Performance von Anna Schewelew und Christoph Bovermann (beide ATW). Bühne: Nicola Sabbattini. Musik: Henry Purcell.
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Art & Profession *Wieso, weshalb, warum versichert? Im Fokus stehen all die Unwägbarkeiten des Alltags, sowohl für Veranstalter, Veranstaltungen, Vereine und für Selbstständige. Fachlich führt Tino Braunschweig von Bernhard Assekuranz durch den Abend, erklärt Grundsätzliches und Spezielles und ist für Fragen aller Art offen. |
Urbane Natur 9. 05., 11.15 Uhr
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Kolumne liebe primaten, kreationisten, werte dorfjugend, ein paar gedanken mit auf euren naechsten weg zum zoobesuch: irgendwann stellt sich dem sensiblen betrachter vor jedem gitter die frage, ob man nun davor oder dahinter steht ... mit anderen worten: die meist ploetzliche erosion liebgewordener, hochselektiver kontaktverengungen kann zu gefaehrlichen wahrnehmungsstoerungen fuehren, ja es kann selbst dem gewieften systemtheoretiker, gleichsam wie die spucke im mund, spontan die autopoiesis wegbleiben, gehen also wie einst schon dem alten porter:
wenn also auf der einen seite wildvoegelnde bonobo-horden tuemmeln und lummeln und auf der anderen ritalin-getraenkte schulkinder versonnen den dinos die pipikackaloecher mit dreck einreiben, muetter, glasigen auges, die upper-downer-nulldiaet aufpeppend, eine portion pommes mahlen, gestandenen maennern der stumpfe wahnsinn eines kaninchens auf ibogaine
aus dem blick flattert und studienbedingt kroetenleckende
lehrer scheinbar muehelos und ohne mit der zimper zu wucken neue gipfel altbackener albernheit erklimmen
dann kann einen, jene flirrende speerspitze der irrationalitaet, mit all ihrer unwiderstehlichen poetischen und explosiv bildgeladenen praegnanz kontemplierend, dass naemlich der liebe gott vor ungefaehr, so genau weiss es keiner, 5000 jahren die, ihr wisst schon, eigenhaendig und so verbuddelt hat und sich dann fragend, was haben sie uns denn gebracht, die dinos, sich vielleicht noch auf die kurze, klare antwort besinnend
vielleicht ein wenig sinnierend, ob es nicht wirksamere methoden gaebe, kinder zu bestrafen, als sie in die schule zu schicken
schon ein gewaltiger stabruettelreflex anwandeln, nein, nicht was ihr wieder denkt, sonder eher so du bist der ginster, ich die feile oder, um mit einer mindestens 6000 jahre alten zen-weisheit zu schliessen: lieber einhaendig geklatscht, als zweihaendig geohrfeigt ... ich geh jetzt noch ein dino-ei legen
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Comic von AE
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WWW Neue musikalische Improvisationen von San Siro
Ephemicropolis von Peter Root
Guerilla Gardener Maurice Maggi
Grashalminstitut / Thomas May
Studie *Kreative Milieus und offene Räume in Hamburg-+
Die Beziehungskiste – ein Guerilla Stadtmöbel
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WWW presents at april 2010: Fleur Helsingor (USA) – Urban Decor MOMCA – Mobile Online Museum of Contenporary Art is looking for submissions from artists throughout the world. I am asking individual artists to submit digital artworks to show on www.momca.de - website for mobile devices like cell phones.
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Realitäten
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