SumpfNews -:- KulturMagazin
-:- Oktober 2005 -:-

Hallo,

und hier wieder interessante Termine aus Gießens Kellergewölben und anderen Kulturräumen.

SumpfNews – KulturMagazin ist ein Service von
Büro Wolfwerke (V.i.S.d.P. Wolf D. Schreiber).

Zuerst noch ein Tipp für den September:
Domizil, Do. 29. Sep.
Stereo Soft Bar meets Dobra Ost:
Rumänische Rhapsodie mit DJ Wölfe auf Eis
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I.
Kulturzeugen e.V., Bleichstr. 28

Strange Movie Club:

06.10. 20 Uhr: Great Music Documentaries – New Orleans Special I Went To The Dance (USA 1978)(58 Min.) Les Blank Piano Players Rarely Play Together (USA 1987) (76 Min.) Stevenson Palfi Eine Hommage an eine der vitalsten Musikszenen der letzten zwei Jahrhunderte.

20.10. 20 Uhr: Halloween - Hexen
Häxan (SWE 1922) (87 Min.) Benjamin Christensen
The Devils (UK 1971) (111 Min.) Ken Russell
Am Vorabend eines auch hierzulande immer populärer werdenden amerikanischen Volksfestes, bei dem ein klobiges Gemüse eine nicht unbeträchtliche Rolle spielt, präsentieren wir zwei Filme, die sich explizit dem Thema Hexerei widmen. Der essayistisch angelegte Stummfilm Häxan (heutzutage würde man das wohl Doku-Drama nennen) entwirft einen teilweise erstaunlich drastischen Bilderreigen rund um das Wirken der Hexen im europäischen Mittelalter; dabei steht der didaktische bis melodramatische Unterton in reizvollem Kontrast zu den doch sichtbar lustvoll abgefilmten Walpurgisnachtszenen. Ein besonderes Augenmerk richtet der Film auf die perfiden Verhörstrategien der Hexenjäger und auf die Denunziationsmechanismen, die in diesem Zusammenhang auftreten. Gegen Ende wird die vorgebliche Aufgeklärtheit einer Gesellschaft, die sich gegen diese Form von Aberglaube gefeit meint, geschickt hinterfragt und das kalte Abduschen einer "hysterischen" Frau direkt vor das Verbrennen einer Hexe auf dem Scheiterhaufen montiert. Auch wenn man Ken Russell, dem Regisseur u.a. der Rockoper "Tommy", einen etwas unguten Hang zum Spektakelhaften, zur Opulenz um ihrer selbst willen attestieren muß, kann man nicht umhin, ihm für The Devils Respekt zu zollen. Basierend auf einem Theaterstück von John Whiting und einem Roman von Aldous Huxley, erzählt Russell vor dem Hintergrund der von Pest und Religionskriegen gebeutelten französischen Stadt Loudon die Geschichte einer politischen Intrige, die sich religiöser Obsessionen bedient. Oliver Reed spielt den charismatischen Priester, der von Vanessa Redgrave, einer mißgebildeten Äbtissin, die ihm insgeheim verfallen ist, ans Messer geliefert wird. Großangelegte Nonnenorgie inklusive. Das Set Design besorgte der junge Derek Jarman. FSK ab 18.
(Text: Jörg Brixel)

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II.
doppelzimmer (KUNSTRAUM), Ludwigstr. 33

Malerei und Papierarbeiten von Stefan Bressel (*1964)
und Manfred Peckl (*1968)
Die beiden befreundeten Künstler zeigen Arbeiten, die sich zwischen Malerei und Collage bewegen und deren gemeinsames Muster die zu Bildern verdichtete Irritation ist.

Manfred Peckl schreibt in einem Brief über seine neuen Arbeiten:

„Ich setze in meinen Bildern die Welt neu zusammen. Um das machen zu können muß ich sie allerdings vorher ‚zerstören’. Was im Atlas noch Meer war, kann in meinen Bildern Himmel sein, wie das ja auch in der Natur transformatorisch vorkommt. Wenn ich zum Beispiel eine Landschaft mache, wähle ich erst einmal eine Farbe aus den zu zerschneidenden Kartenstücken; meine Weltordnung ist hier also die Farbe – ich verstehe mich als Maler.“

bis 22.10.
Öffnungszeiten: Mi, Fr, Sa 17–20 Uhr
www.doppelzimmer.li

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III.
Neuer Kunstverein Gießen, Licher Str. / Ecke Nahrungsberg

Thomas Vinson (*1970)
Anhand des Ausstellungstitels „rot – schwarz – weiß“ wird der Besucher des Neuen Kunstvereins Gießen von außen nach innen geführt: Thomas Vinson wird die Außenfassade des Kunstvereins mit roten Schnüren versehen. Diese linearen Elemente, die zwischen die vor dem Gebäude stehenden Säulen gespannt werden, bilden ihrerseits eine Fläche und dadurch gleichzeitig einen weiteren (Vor-) Raum, der über die Fenster in den eigentlichen Ausstellungsraum weiterleitet. Die Fenster des Kunstvereins gliedert der Künstler mit Hilfe von schwarzer Folie in unterschiedliche, geometrische Flächen, die von beiden „Räumen“ aus zu sehen sind. Im eigentlichen Innenraum („White Cube“) werden weitere Werke Vinsons zu sehen sein. Mit der Arbeit an der Außenfassade des Neuen Kunstvereins Gießen schafft Thomas Vinson eine Verbindung zum Innenraum der benachbarten Friedhofskapelle, in der eine ähnliche Arbeit bis Ende September zu sehen sein wird.

Dauer der Ausstellung: 4. September – 22. Oktober 2005

Künstlergespräch: 8. Oktober 2005, ab 14 Uhr
Öffnungszeiten: Mi 16–19 Uhr, Sa 14–17 Uhr u.n.V.

www.kunstverein-giessen.de

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IV.
Dobra Ost

Dobra Ost mit DJ Fink & DJ Wölfe auf Eis gastiert am Mi. 26.10. ab 21 Uhr im 1022 – Die Kneipe im MuK. Balkan Beatz ~ Russki Rock'n Roll ~ Klezmer Blows ~ Gypsy Fanfare ~ Polka Vibes ~ Oriental Tunes

Stereo Soft Bar meets Dobra Ost: Rumänische Rhapsodie mit DJ Wölfe auf Eis im Domizil am Do. 29. Sep(!!!).

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V.
Domizil, Braugasse 6


Mo. 03.10. Krautrock mit Jens & Schorsch
Di. 04.10. selecta c plays rock & roll, new wave
Do. 06.10. Stereo Soft Bar -:- Serge .

Sa. 08.10. Funk Party -:- Max & Svenos
Mo. 10.10. 80ties Wave -:- Lars Koch
Di. 11.10. "Get teenage Kicks im Domizil" -:-
DJ Antichristian
Mi. 12.10. DJ Jonny
Do. 13.10. Stereo Soft Bar -:-
Eike Hebecker & Erik Meyer

Sa. 15.10. Reggae Dancehall Night
Mo. 17.10. dj fantomas - stompin´ & howlin´
Di. 18.10. Independent, Rock'n'Roll & Soul -:-
Christian + Babel
Mi. 19.10. Peter Pilotem
Do. 20.10. Stereo Soft Bar -:- DJ Ilkonaut und friends

Fr. 21.10. Live: zuhause (HH), Tchi (Braunschweig)
+ The Medusa Touch (GI)
zuhause kommen aus Hamburg und machen deutschsprachigen Gitarrenpop. Aber, so wusste das Intro zu berichten, "statt gefühlsduseliger Larmoyanz einer weiteren Splittergruppe aus der Trainingsjackenfraktion hört man Melancholie und selbstironischen Humor, die lässige Heiterkeit nach dem glücklichen Sprung ins kalte Wasser und die resignativen Klänge einer schal gewordenen Liebe" (Intro, April 2005).
Tchi schreiben in ihrem Info: „Diese Geschichte handelt seit Beginn des Jahres 1996 vom Suchen und Stolpern genauso wie vom Aufrappeln und vom immer neuen Versuch etwas anderes als Deutschland zur Heimat zu finden. Denn "diese Welt ist nicht für mich gemacht" (01), soviel war klar.“ "Die Stücke des Giessener 1-Mann-Projektes THE MEDUSA TOUCH konfrontieren den Zuhörer mit den Abgründen der menschlichen Psyche und einer Klangästhetik, die sich stets an der Grenze des Noch-Erträglichen bewegt. NO-Fi aus den GaragenToren der Hölle."(SpIxtro, 2004 )

Sa. 22.10. DJs Dolly Bastard & Patryck
Mo. 24.10. Nightclub -:- Florian Michnacs + Lars Koch
Di. 25.10. B-Seiten -:- DJ Lunte & Kinta Kunte
Mi. 26.10. „IndieTronic…“ -:- Nata + Variable x
Do. 27.10. Stereo Soft Bar -:- Vitus Werdegast

Fr. 28.10. Live: The No Colour Twins (Münster)
Adult underground pop
„Wolfgang Buchholz ist unter dem Pseudonym Nero Bates bereits einige Jahre bei den Glam-Rockern Bates Motel unter dem Motto "Music, murder and entertainment" an der Gitarre unterwegs. Nun hat er nach seinem Umzug nach Münster vor zwei Jahren endlich eine schon lange im Kopf existierende Idee verwirklicht. Zunächst als Soloprojekt gestartet, entstanden 2003 die kleinen, aber feinen The No Colour Twins. Einfache melodiöse Songs ohne musikalische Schnörkel in kleiner Besetzung - Gitarre, Bass, Schlagzeug. Mit dabei sind die alten Weggefährten Volker Kahn (alias The Great Kahuna, Norman Bates, Foxi) und Volker Holly (alias Hump Rocket, Brandmajor Firecracker).“ www.thenocolourtwins.de

Sa. 29.10. Live: Die Arnolds
Die Punklegende Gießens kommt zurück auf die Bühne

Öffnungszeiten: Mo–Sa 22–05 Uhr

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VI.
Theaterkate am Güterbahnhof:

Fr. 07.10. sailing pon vibes #9
reggae & dancehall mit Firewheel-Soundsystem, Zion King & Rocking Mountaun Soundsystem sowie Prince Resulullah www.theaterkate.de

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VII.
Sowieso, Liebigstr. 21:

jeweils ab 18 Uhr:
Montags: Punkrock & Pils
Mittwochs: Würfelparty
Sonntags: Musik der 80er Jahre

Sa. 08.10. ab 15 Uhr: Skatturnier

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VIII.
Gedicht des Monats

Oktober

Trauernder Jägermond am Himmel,
drunten im Tal fährt Bahn mit Bimmel,
Auf dem Berg sogleich die Hatz beginnt,
Zeit verrinnt.

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IX.
Wichtige Hinweise & Impressum

Wer keine Lust mehr hat diese News zu bekommen kann dies mit einer Mail an wolf@wolfwerke.de kundtun.
Nun kann Wölfe auf Eis nur noch wünschen:
Gut Trunk & Sumpf

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Wolf D. Schreiber, Landgraf-Philipp-Platz 9, 35390 Gießen Auflage Newsletter: ca. 380

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