SumpfNews -:- KulturMagazin
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Zum ersten, einizigen und damit auch letzen Male ein Doppelkonzert im kunstraum Doppelzimmer; bevor diese Örtlichkeit neuen Mietern übertragen wird.

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I.
kunstraum Doppelzimmer
,
Ludwigstr. 33

Am Samstag, 24.3. ab 19 Uhr(Einlaß 18 Uhr) präsentieren kunstraum Doppelzimmer, "Es passiert was" und Büro Wolfwerke ein Doppelkonzert mit:

1. San Siro
Improvisiertes und einstudiertes Klavier
zu vier Händen mit Evelyn Helbig und
Wolf D. Schreiber.
Visuell hinterlegt mit Videoprojektionen.

sowie

2. FrischFrommFroehlichFrei
Improvisierte Soundcollagen von
Bertram B. Ohne (Fender Rhodes / Stimme)
und Nobi Umsonst (Schlagzeug / Stimme

Wichtig: Die Veranstaltung beginnt pünktlich, damit aus Rücksicht auf die Anwohner das Konzert um 22 Uhr beendet ist. Im Anschluß veranstaltet das Domizil, Braugasse 6, eine Party. Die Musiker des Abends werden sich dort auch als DJs betätigen.

SAN SIRO heißt das Fußballstadion in Mailand, obwohl es eigentlich "Giuseppe Meazza" heißt. SAN SIRO ist aber auch der Name des vorliegenden Projektes von Evelyn Helbig und Wolf Schreiber (Klavier). Ob Fußballkunst und Klangkunst vieles gemeinsam haben, darf ruhig bezweifelt werden. Will man dennoch einen Vergleich, schneiden unsere Protagonisten schlecht ab; denn während sich im SAN SIRO zweiundzwanzig Spieler ein Instrument teilen, sind es bei SAN SIRO lediglich zwei. Gemeinsam mit nur acht Oktaven und einem Aschenbecher geben die beiden dann allerdings ein furioses Happening, dessen Spannweite die verschiedensten Kunstgattungen musikalisch zu untermalen weis. Ob Stummfilmbegleitung, Intonationen zu Lesungen, oder Klangcollagen zu den abgespaceten Diashows von Wolf Schreiber: Was immer sich zur Improvisation eignet wird untermalt. Mal ist es eine schwungvoll leichte Polka, deren gespiegelte Melodie dem hölzernen Jambus aus dem Auditorium Beine macht und dem Hörer erst bei fortgesetztem Hörerlebnis aufgeht. Mal sind es zwei verschiedene Walzer (Ravel und Lehar) die aus einem Klavier ertönen und dennoch so etwas wie ein anderes Ganzes ergeben: Das eklektische Spiel mit den Themen ist unüberhörbar Leidenschaft. Es klingt nach Salon der Zwanziger, doch das Material ist träge und widerspenstig und so vermeint man Dada zu vernehmen. Die humoresken Verdrehungen der Melodien und Themen scheinen naiv, sind aber in ihrer Art ausgeklügelt und zeugen von musikalischem Feingespür. Wäre dem nicht so, würde die oft fragile Harmonie, die für die Dynamik der Stücke mitverantwortlich ist, nicht länger tragen. Freunde von überraschenden Wendungen in der musikalischen Dramaturgie sind bei der Musik von SAN SIRO ebenso gut aufgehoben, wie die Liebhaber vom „cross over” in der Kunst schlechthin.
(Text: Philosophiebüro Berlin)

II.
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III.
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